Zielsetzung.

Ziel des Verbundprojektes ist es, ein integratives Kompetenzmanagement-Konzept zur altersgerechten und -übergreifenden Fachkräfteentwicklung im Cluster Optik in der Region Berlin und Brandenburg zu entwickeln, zu erproben, zu verbessern und zu verbreiten.

Demografiesensibles Management von Kompetenzen.

Die im Cluster Optik zusammengefassten Bereiche Optische Technologien und Mikrosystemtechnik gehören zu den wichtigsten Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts und die Hauptstadtregion zählt hier zu den international führenden Standorten. Für die nachhaltige Sicherung dieser Position ist das demografiesensible Management von Kompetenzen zentral: Die ca. 400 Organisationen im Optik Cluster müssen nicht nur mit einer alternden Belegschaft, sondern gerade in den Bereichen der Optische Technologien und Mikrosystemtechnik auch mit einem Mangel an Nachwuchs umgehen.

Neue Strategien einer demografiesensiblen Weiterbildung im Hinblick auf „coopetition“.

Diese ‚Alterung von oben und unten‘ (BMI 2011) gepaart mit der Notwendigkeit zunehmender Vernetzung der KMU, um die Innovations- und Arbeitsprozesse im Hochtechnologiecluster international wettbewerbsfähig gestalten zu können, verlangt inhaltlich (bzgl. der geforderten Kompetenzen) und strukturell (bzgl. der Ausgestaltung eines Kompetenzmanagements) nach gänzlich neuen Strategien und Konzepten einer demografiesensiblen Weiterbildung und Höherqualifizierung im Zeichen von „coopetition“: Im Cluster Optik müssen im Wettbewerb stehende Firmen, Forschungsinstitute und Dienstleistungsorganisationen angesichts hoher Innovations-, Labor- und Materialkosten sowie zunehmender Wissensintensivierung und -verteilung in der betrieblichen und überbetrieblichen Weiterbildung kooperieren; sie konkurrieren aber gleichzeitig auch um die knappen, (weiter-)gebildeten Fachkräfte. Entsprechend ist es das Ziel des Verbundprojekts, die notwendigen Mechanismen und Instrumente der kooperativen Kompetenzgenerierung, Kompetenznutzung und des Kompetenztransfers zu entwickeln und umzusetzen, die optimal auf die prekären Bedingungen demografischer Arbeitskräftestrukturen, technologischer und (arbeits-)organisatorischer Anforderungen sowie typischer (vor-)wettbewerblicher Spannungsfelder abgestimmt sind.