Fachliche Ziele des Verbundprojektes.

Um im Cluster Optik die Qualifizierung und Leistungsfähigkeit der Fachkräfte sowie die Arbeitgeberattraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen dauerhaft zu verbessern, müssen in Forschung und Praxis bisher fehlende cluster- und unternehmensspezifische Konzepte und Instrumente etabliert werden, die sowohl altersübergreifend als auch altersgerecht gestaltet sind.

Bildung geeigneter Anreiz- und Koordinationsmechanismen.

Da die Unternehmen im Cluster Optik einerseits im Geschäftsalltag kooperieren und andererseits um die knappen Personalressourcen der erfahrenen Fachkräfte und die Sicherung des Nachwuchses sowie des Erfahrungswissens konkurrieren, müssen strukturelle Dilemmata der Clusterorganisation berücksichtigt und beispielsweise über geeignete Anreiz- und Koordinationsmechanismen systematisch bewältigt werden, um individuelle Kompetenzentwicklung und -sicherung erfolgsgerecht vorantreiben zu können.

Förderung von Selbstmanagement, Interaktion, Vernetzung und Stressresistenz.

Zudem geht die demografische Veränderung mit neuen inhaltlichen Anforderungen an die Entwicklung fachlicher, aber auch sozialer und methodischer Kompetenzen einher: Als klassische Querschnittstechnologien integrieren Optische Technologien und Mikrosystemtechnik Technologien aus verschiedenen Disziplinen (z.B. Laser-, Licht-, Kommunikations- oder Messtechnik) und die Mitarbeiter sollen sich permanent technologieübergreifend weiterbilden, ihre Erfahrungen der betrieblichen und überbetrieblichen Arbeitspraxis mit Jüngeren bzw. Nachwuchskräften teilen und sich Kompetenzen aneignen, die es ihnen ermöglichen, sich in Arbeitskontexten wie Open Innovation und Triple Helix zurechtzufinden. Gefordert sind in diesen neuen, gleichwohl für Hochtechnologiecluster geradezu typischen Kontexten insbesondere Selbstmanagement-, Interaktions- und Vernetzungskompetenzen sowie Stressresistenz. 

Ein Konzept auf Clusterebene zur Handhabung des „coopetition“-Spannungsverhältnisses.

Im Verbundprojekt wird deshalb ein demografiesensibles Konzept auf Clusterebene entwickelt, das Anreiz- und Koordinationsmechanismen zur Handhabung des „coopetition“-Spannungsverhältnisses beinhaltet. Das Konzept wird durch Instrumente hinsichtlich der demografischen, technologischen und arbeitsorganisatorischen Herausforderungen konkretisiert, mit deren Hilfe die Unternehmen im Cluster Maßnahmen zur altersgerechten und -übergreifenden Fachkräfteentwicklung umsetzen können. Die Instrumente leiten sich aus dem Konzept ab und die handlungspraktische Umsetzung an (siehe Schaubild). Sowohl das Konzept als auch die Instrumente werden nach einer Pilotphase, in der sie im Alltag erprobt werden, mit entsprechenden Verbesserungen clusterweit implementiert. 

                                                     Visuelle Darstellung der fachlichen Ziele des Verbundprojektes AlFaClu.